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Amber

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  • »Amber« ist weiblich
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1

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:17

HILFE! Tobsuchtsanfall bei Kleinkind stoppen

Ich brauch mal Hilfe. Meine Kleine hat grad ihren vierten Tobsuchtsanfall seit Montag und sie ist nicht zu beruhigen.

Sie schreit bis zum Erbrechen und ich kann nichts machen

Ich soll zu ihr gehen - wenn ich da bin, soll ich weggehen.
Sie will ihre Puppe - wenn ich ihr sie gebe, pfeffert sie sie quer durch die Wohnung.
Ich soll sie halten - wenn ich sie in den Arm nehme, schlägt sie nach mir.

Alles was ich mache - auch wenn ich es auf ihr Verlangen hin machen - steigert die Wut noch.

Nach ungefähr 30 Minuten erbricht sie dann - und dann ist langsam ein Ende in Sicht.

Habt ihr Tipps??? Ich bin grad extrem ratlos und auch ein wenig verzweifelt. Sie tut mir so leid.



buntgrün

***Pause***

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2

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:24

Hast du mal versucht einfach nur passiv dabei zu sitzen und zu signalisieren, dass du da bist, wenn sie dich braucht und ansonst nix zu machen?

Hier hilft abwarten bis zu einem gewissen Punkt und dann einzugreifen. Bei meine Kindern ist es ein ganz bestimmter Ton, ab dem ich intervenieren darf. Vorher nicht. Und wenn ich den Punkt verpassen, müssen wir bis zum bitteren Ende mit Brechreiz durch.
#post - #post - #post - #post - #post -6-7- #post - #post -10-11-12-13- #post -15-16-17-18-19-20- #post -22-23-24

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Amber

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3

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:30

Ja, dann streckt sie die Arme aus und will, dass ich zu ihr komme.

Sobald ich mich aber bewege, wird es noch schlimmer.

Sie tobt immer noch.



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4

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:36

#knuddel

Ich hab leider keine Idee, nur Mitgefühl. Hier ist es in den letzten Tagen auch schlimm, aber meist zum Abend hin. Und die Kurze ist schon 4.

Doch noch Ideen: Musik? Singen? Frische Luft? Bei uns hilft auch nur Zeit und den richtigen Zeitpunkt abwarten.
Liebe Grüße
linesa mit Mann, Maus und Frosch

Ich rufe Dich, Galaktika, vom fernen Stern Andromeda...

aro

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5

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:36

oh je das klingt schrecklich :S

ich würde auch versuchen, "einfach" nur da zu sein, vielleicht versuchen ihre gefühle zu benennen.
aber auf jeden fall warten, bis sie von selber auf deinen schoß/arm kommt, um trost zu suchen.

gute nerven! #yoga

6

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:40

bei uns hat leider nicht aber auch gar nichts den Wutanfall stoppen können.. und mein Sohn war ausdauernd.. 2-3 Stunden waren die Regel, das längste 5 Stunden..

es war schrecklich, ich konnte einfach nichts tun, es hat alles nur noch schlimmer gemacht... bei uns war die Phase Gott sei Dank mit 2 1/2 wieder vorbei. Ich bin dann auch einfach nur daneben gesessen und hab gewartet bis er wieder ansprechbar war/von selber kam..

ich wünsche Dir gute Nerven!
-----------------------------------------------

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7

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:51

Das gab es in dem Alter bei uns auch.
Hier hat geholfen:
Abstand halten. Ruhig bleiben. Abwarten. Kommen und kuscheln/trösten, wenn erwünscht, ansonsten wieder auf Abstand gehen. Das Prozedere wiederholt sich stetig, bis es besser wird (das kann dauern...).
Hier wird manchmal der Kreislauf durchbrochen, wenn von mir die Ansage kommt, den Raum wechseln zu wollen, weil es gerade zu laut ist und weh tut, wenn es für einen selbst unerträglich wird (Kind muss ansprechbar sein, es gibt da manchmal passende Momente für...wenn man die verpasst, wird es langatmig...). Dabei signalisieren, dass sie jederzeit zu mir kommen kann, die Türen offen lassen und Raum wechseln.

Lass-mich-los-aber-halt-mich-fest-Phase #haare

Amber

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8

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 12:02

So, in der letzten Viertelstunde hat sich mich von oben bis unten vollgek*tzt und ist dann auf der Couch eingeschlafen. Dauer des Ganzen: 1 Stunde und geschätzte 15 Minuten.

Ansprechbar ist sie überhaupt nicht. Ich kann zwar versuchen, Gefühle zu benennen (hab ich auch), komme aber nicht durch. Genausowenig hört sie, wenn ich sonst irgendwas zu ihr sage.

Alles, was ich mache, ist falsch. Sie tut mir wirklich total leid, weil sie selbst nicht weiß, was ihr grad helfen könnte.

Ich bin fertig und hoffe, dass diese Phase nicht zu lange dauert. Von meinem Großen kenne ich das gar nicht. Den hab ich in den Arm genommen und gut war's.



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9

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 12:08

Hier noch mehr Mitgefühl. Und noch eine Stimme fürs 'Aushalten'

Der Kleine konnte das auch ganz ganz ganz heftig. Anlass waren Kleinigkeiten - Auswirkung ein Wutanfall mit 2 Stunden schreien (bis zum Erbrechen hatten wir auch) - erschöpft einschlafen und dann gleich weiterschreien #haare .

Bei uns hat auch nichts geholfen. Irgendwann war er mit seiner Wut so tief drin, dass es vollkommen egal war, was er wollte oder nciht wollte oder was wir angeboten hatten. Er war einfach absolut wütend und das musste eben raus. Mir hat es sehr geholfen, ihm wirklich bewusst zuzugestehen, dass er wütend sein darf ... und dass er das auch zeigen darf. Ihm hat der Wutanfall - so im nachhinein betrachtet - besser geholfen wieder mit sich ins Reine zu kommen, als alles andere - irgendwie.

Was ich ganz schnell gemerkt hab, war: Ab einem gewissen Punkt war es absolut kontraproduktiv auf die 'WÜnsche' vom Kleinen einzugehen ... also genau wie du es beschreibst - die Puppe fliegt in die Ece, der gewünschte Joghurt wird durch die Küche geschmissen weil er 'zu kalt' ist ... etc. Ich denke, den Punkte findet man irgendwann, denk ich.

Im Wutanfall hab ich ihn dann geschnappt und mich mit ihm aufs Sofa verzogen. Ich hab ihn fest im Arm gehalten, damit er sich und andere nicht verletzt. Er hat sich natürlich am Anfang dagegen gewehrt, aber nach kurzer Zeit hat er sich angekuschelt und einfach weiter gebrüllt. Es fühlte sich für uns richtig an ... Alternative wäre ein wild um sich schlagendes Kind, das quasi blind durch die Gegend tobt und sich überall anschlägt und anderen auch wehtut bzw. Dinge zerstört - und völlig verzweifelt gar nicht richtig klar kriegt, was er eigentlich tut oder will ... #weissnicht .
Wie gesagt - ich hab manchmal 2 Stunden mit ihm auf dem Sofa gesessen und ihn einfach im Arm gehalten ... dann ist er irgendwann erschöpft eingeschlafen :( .

Mittlerweile haben wir weniger Wutanfälle - und die sind auch nicht mehr so tragisch - und er kommt meistens alleine wieder raus. Er fordert dann seine Ruhe und will uns nicht sehen - sucht sich einen Raum aus und knallt die Tür hinter sich zu.. Aber mit 4 kann er halt schon sehr viel besser sagen, was ihm fehlt und was ihn belastet.

Wichtig finde ich, dass ich dem Kind zugestanden habe, dass er auch mal wütend sein darf und dass er das rauslassen darf - das hat mir schon geholfen ihn als Baby zu begleiten, wenn er nur gebrüllt hat und nichts half - und das hilft mir auch jetzt, wenn er wegen irgendeiner mir nicht ersichtlichen Kleinigkeit völlig austickt.

#knuddel - nimms einfach so hin, dein Kind ist ein ganz tolles Mädchen #knuddel .
Schlumpii

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flocke

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10

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 12:10

Puuh, das klingt anstrengend :(

Hier war der Mittlere recht speziell, wenn er einen Wutanfall hatte und nicht rausfand. Er musste sich allein in einem anderen Raum "auswüten" , jegliche Annäherung unsererseits (egal ob Mama oder Bruder) hat alles nur verschlimmert. War schwer auszuhalten für mich und ich kannte es so auch gar nicht vom Großen, aber er musste tatsächlich ganz für sich allein wüten (möglichst in einem Raum, wo er sich nicht verletzen und nicht all zu viel zu Bruch gehen kann... ;( ). Dann kam er irgendwann wieder raus, war dann auch für Trost/Kuscheln empfänglich oder einfach wieder total normal und ruhig #confused .

Falls es dir ein Trost ist: diese krassen Wutanfälle nahmen irgendwann ab, er ist immer noch der, der am ausdauerndsten wütet, aber mit ca. 4 war es schon viel viel besser. Und was bei uns wichtig war: genug Schlaf, sehr schwierig war die Phase wo der Mittagsschlaf abgeschafft wurde...

Amber

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11

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 12:13

Alternative wäre ein wild um sich schlagendes Kind, das quasi blind durch die Gegend tobt und sich überall anschlägt und anderen auch wehtut
Vor dem Wehtun hab ich eben auch Angst. Bisher hatten wir wohl einfach Glück, dass nichts passiert ist. Aber sie ist so außer sich, dass ich ihr zutraue, auch einfach mal das Gesicht auf den Boden zu schlagen. Es sah ansatzweise ein paarmal so aus, als würde sie das machen, da hab ich sie dann auch jedes Mal kurz festgehalten. Hach...



Amber

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12

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 12:14

War schwer auszuhalten für mich und ich kannte es so auch gar nicht vom Großen
#ja



Ditta

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13

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 17:23

Mein Jüngster ist auch so drauf. Ich les mal interessiert mit.

Ich setz mich meist auch nur noch daneben und bin quasi einfach nur da und wenn er dann für sich soweit ist, dann kommt er zu mir und stillt und kuschelt. Blöd ist nur, dass er in so einem Wutanfall mit dem Kopf auf den Boden schlägt. Er sieht manchmal übel aus an der Stirn. #haare #kreischen Gebrochen hat er glücklicherweise bisher nicht.

Von meinen 3 Großen kenne ich das auch überhaupt nicht und stehe hier, beim 4. Kind, wie der Ochs vorm Scheunentor. #augen #kreischen

Aber er ist auch sonst sehr willensstark und brüllt mal eben das Auto auf dem Gehweg an, gefälligst beiseite zu gehen. #yoga #hammer
Alles, was einmal war, ist immer noch. Nur in einer anderen Form. (Hopi-Weisheit)



Amber

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14

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 19:30

Ditta, darf ich mal fragen, was denn deine anderen Kinder dazu "sagen".

Mein "Großer" ist ja selbst noch relativ klein und er beginnt dann auch zu weinen, weil es ihm zu laut ist. Und als das heute so lange dauerte, war ich ehrlich gesagt froh, dass er im Kindergarten war. Ich finde das auch für ihn kaum zumutbar, wenn ich über eine Stunde neben seiner tobenden Schwester sitze :S



flocke

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15

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 19:49

Amber, jetzt erinnere ich mich auch wieder an viele viele Situationen, wo gar nicht so sehr das Toben des Kleinen das Problem war, sondern der "große" Bruder (damals auch erst knapp 4) der dabei war und das alles gar nicht verstehen und einordnen konnte und dann oft aus Verzweiflung heulte... #heul Das war eben vor allem draussen irgendwo (oder einmal im Auto, wo er sich nicht anschnallen lassen wollte und in Rage geriet...) wo man den kleinen nicht allein lassen konnte, mit ihm aber wütend auch nicht weiterkam und das "Aushalten" der Situation den großen schlicht überforderte. Weil er selbst auch ein komplett anderer Typ ist. Da Tat er mir auch oft leid, ich habe das im Nachhinein versucht im Gespräch ihm zu erklären, aber letztendlich musste er da auch manchmal einfach durch... ;(

16

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 20:23

Meine Tochter ist auch ein ganz schöner Wüterich, es begann im Alter Deiner Tochter und wird nun weniger.
Aber eine eventuellen Trost habe ich:

Sie begann damit erst vor ein paar Tagen?
Also meine Tochter Ihre Wut entdeckte, war wir ein Schalter umgelegt:
Es war ein Montag und plötzlich kamen dies Koller, einer nach dem anderen sie steigerten sich bis Freitags, da hat sie sich dann z.B. aus Wut vom Hochstuhl fallen lassen (!) und einen Rossmann dermaßen zusammen gebrüllt, das ich am Ende heulend an der Kasse stand.

Seitdem begleitet die Wut unser Leben :-) Aber: so heftig, häufig und ausdauernd wie in dieser ersten Woche war es nie wieder!
Sonnige Grüße von kiddo mit




17

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 21:48

Ich kenne so lange Wutanfälle nicht. Heftig, ja, mitunter sehr heftig aber immer relativ kurz von daher kann ich vielleicht nicht mitreden.
Aber was bei uns einen Unterschied macht ist 1. ist dem Wutanfall einen interaktiver/sozialer Konflikt (irgendwas wird nicht erlaubt) oder 2. ein nicht-sozialer Konflikt voraus gegangen (also, der Teller steht an der falschen Stelle; es muss gelaufen werden oder etwas ähnliches).
Wenn es eher ein Wütend-Sein auf das Sein und weniger ein Wütend-Sein auf uns Eltern ist, dann habe ich jetzt schon einige krasse Heulanfälle damit beenden können, dass ich sie ganz fest an beiden Armen halte, anschaue und sehr bestimmt und durchaus autoritär auffordere, dass sie sich jetzt sofort beruhigen soll. Ich sage ihr, dass ich verstehe das sie wütend ist, aber das es jetzt reicht und dass sie das schaffen kann, sich zu beruhigen! (Das wiederhole ich eine Weile.)
Dann lobe ich und bestärke sie in dem Prozess, langsamer zu atmen, nicht mehr so zu weinen und tröste und lobe sie hinterher sehr, dass sie das toll gemacht hat.
Und es wirkt bisher immer. Wichtig ist meine Sicherheit und Entschlossenheit darin. Sie ist dann danach immer sehr kuschelig und dankbar fürs "runterholen".
Ehrlich gesagt, nach dem ersten Mal war ich absolut selbst erstaunt, dass es funktioniert.

Ditta

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18

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 21:56

Tja - was sagen meine Großen. :S

Die beiden ganz Großen stehen oft völlig entsetzt davor und versuchen den kleinen Bruder da irgendwie wieder raus zu holen. Ich schick sie dann meist weg und bitte sie, den Kleinen einfach wüten zu lassen. Für die beiden ganz Großen ist sein Geschrei fast nicht auszuhalten. Und sie erschreckt auch die unglaubliche Intensität dieser Wut. Mein Sohn (17) meinte neulich: "Wenn der jetzt nen Messer hätte, wären wir alle tot, so irre guckt der." :S #pinch :wacko: Allerdings hat diese unglaubliche Intensität dieser Wut sie auch zum Nachdenken gebracht und sie sind sich beide einig, dass eine derartige Wut absolut zerstörerisch ist und hat sie ihr Wutverhalten überdenken lassen.

Sie wohnen beide seit einiger Zeit eh bei ihrem leiblichen Vater (die beiden Großen sind aus 1. Ehe), da sie sich beide aufs Abi vorbereiten müssen und der Kleinste unser Leben hier echt auf den Kopf gestellt hat. :S Er hat als Säugling 7 Monate lang viele viele Stunden durchgebrüllt und gebrüllt und gebrüllt. Ich hab die ersten 7 Monate quasi nicht geschlafen und bin nur noch wie ein Zombie durch die Gegend gerannt. Die Ärzte haben nichts finden können beim Kleinen. #weissnicht Danach wurde es auch nur sehr langsam besser.

Die jetzt 7jährige ist, wenn er wieder austickt, nur noch genervt - wie wir alle eigentlich. Es ist wirklich sehr schwer IHREN Bedürfnissen dann noch Raum zu geben. Ich hab ihr aber gesagt, dass sie auch zu mir kommen kann, wenn er zu Hause mal wieder seine "5 Minuten" hat. Ich sitz ja eh nur daneben und harre der Dinge. Bei größeren Angelegenheiten bitte ich sie, sich zu gedulden und kläre das dann später mit ihr. Kleinere Sachen klären wir auch, wenn der Kleinste da total abdreht. :S Sie hat eher das gesamte erste Jahr total gelitten, weil ich für sie kaum ansprechbar war. ;( :S

Irgendwie tut der Kleine uns allen auch sehr leid. Eben weil er so in seiner Wut gefangen ist und da irgendwie nicht wieder heraus findet. Das bemitleidet sogar die 7jährige. Wir haben uns aber ALLE beraten miteinander, wie wir damit umgehen und da die Situationen, wo er "anspringt" immer variieren, versuchen wir nur die ganz großen Triggermomente zu vermeiden - Übermüdung, Unterzuckerung und großer Durst. Ansonsten leben wir unser Leben weiter und er muss einfach damit klar kommen, dass die Welt schlicht oft nicht so funktioniert, wie ihm das so vorschwebt. Und wir müssen dann damit leben, dass er ausrastet. #weissnicht Im richtigen Moment können wir ein Ausrasten vermeiden, wenn man ihn fix ablenkt. Aber eben nicht immer. Damit müssen wir wohl leben. #weissnicht :S Ich hoffe sehr für ihn, dass es sich verwächst. Ansonsten wird er sich vermutlich noch oft genug im Leben selbst im Weg stehen. *hach* #yoga

Wir werden demnächst umziehen und dann nehme ich das nochmal in Angriff, den Kleinsten komplett durchgucken zu lassen. Besonders kooperativ waren die Ärzte hier oben nämlich nicht. X( Die Empfehlung der KiÄ lautete: "Geben sie ihn doch in die Krippe. Die bringen ihm da schon bei, sich anzupassen. Und sie haben auch endlich mal Ruhe." 8I Ja neee - is klar. Damit is dem Lütten ja auch total geholfen. #flop

LG Ditta
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Lina2

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19

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 22:53

Die Empfehlung der KiÄ lautete: "Geben sie ihn doch in die Krippe. Die bringen ihm da schon bei, sich anzupassen.

8I

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20

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 12:55

hallo, bei uns (knapp 4) kommt das gerade wieder als phase. ich versuche auch ruhig zu bleiben und kuscheln anzubieten, was auch ab einem bestimmten punkt angenommen wird.
interessanter weise bin ICH danach völlig fertig, so als hätte ich gewütet. ist wohl doch anstrengender auch als "begleitperson" als man gemeinhin denkt.
halte durch!
lieb grüßt johannemama

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