irgendwie zuviel |
überfordert unregistriert
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Hallo.
Entschuldigt, dass ich anonym schreibe, ich schäme mich so und heule schon seit Stunden....
Ich habe zwei Kinder und studiere (noch). Mit dem ersten Kind bin ich meinem zweiten Semester an der Uni schwanger geworden, Beziehung war ganz frisch und hat auch bis heute gehalten. Wir haben geheiratet und ein zweites Kind bekommen. Die beiden sind jetzt zwei und vier Jahre.
Das zweite Kind haben wir gewollt bekommen, weil wir wussten, dass das mit uns gut ist und wir wussten, dass wir mehrere Kinder möchten, die nicht zu weit auseinander sein sollten. Soweit so gut.
Der Weg bis zur Uni war hart für mich, da ich aus einer Unterschichtfamilie komme. Meine Mutter ist bis heute drogenkrank und hat 5 Kinder in drei Beziehungen bekommen. Sie stellt keine Unterstützung fürmich dar, weder emotinal noch tatsächlich da sie in einer anderen Stadt wohnt. Außerdem möchte ich nicht dass meine Kinder mit einer Alkoholikerin und Kifferin in einem Raum ohne mich sind.
Ich musste hart für mein Abi kämpfen, da ich keine Zeit zum Lernen bekam sondern den Haushalt machen musste. Mit 18 bin ich ausgezogen und habe das Abi erst mal abgebrochen, nach einem FSJ habe ich mit Amtsunterstützung , also finanzieller das Abi fertig gemacht. Danach hab ich mich sofort an der Uni eingeschrieben.
Naja... letztlich habe ich vergangenen Semester versucht das Vordiplom zu machen. Ich habe auch fast alle Prüfungen bestanden, nur eine Klausur muss ich wiederholen.
Fühlt sich auch nicht so schlimm an, was mich allerdingsfertig macht ist der Stress drumherum.
Mein Mann verlässt um sieben das Haus und kommt auch erstabends wieder. Die Zeit ist leider gar nicht einzukalulieren, weil er Möbel ausliefert und die Tourenplanung nicht immer, naja, optimal ist und auch Kunden oft nicht zu Hause sind und so. Auf jeden Fall kommt er spät nach Hause. Ich finde es schlimm, weil erstens die Kinde rnicht so sehr sieht un dnichts mitbekommt und zweitens ich ja immer allein bin. Ich hab noch nicht mal ne Oma oder sowas, wo ich sie schnell mal hinbringen könnte.
Seine Eltern lehnen Kindernachmittage ab. Oma und Opa sehen die JUngs also nur, wenn wir dabei sind.
Ja, klingt wahrscheinlich alles recht solide, aber ich bin einfach am Ende. Ichhabe das GefühlmeinLeben besteht nur aus Kampf , Beherrschung und Schlucken.
Ich kann nicht einfach zu Hause bleibenund meine Kinde rgenißene, weil ich dann Angst habe, dass ich ohne Ausbildung ende und mit meinen Kinde rin dem selben Elend schwimme, wie das welches in dem ich aufwachsen musste. Mein Mann rackert sich ab und ich bekomm an der Uni nix hin.
Heute morgen ist mir irgendwie de Fassung abhanden gekommen. Ich musste um acht an der Uni sein und wollte um halb acht die Kinde rin den KiGa bringen und habe deswegen, damit es nicht zu stressig wird den Grßen schon zehn Minuten vorher gebeten sich seine Schuhe anzuziehen. Mehrmals habe ich ihn gebeten und es ist nichts passiert, er hat einfach rumgebrüllt und dann hab ich auch angefangen ihnzu brüllen und vonmir weggeschubst, weil er mich getreten hat. Da hab ich ihm mit der fLachen Hand auf den Hintern gehauen.Einfach so, entgegen aller meiner Prinzipien. Ich hab mich sofort entschuldigt und ihn in den Arm genommen, aber jetzt traue ich mich gar nicht ihn im KIndergarten abzuholen, weil ich ihm nicht in die Augen sehen kann. Ich bin wohl doch eine schlechte Mutter. Egoistisch komm ich mir vor, bloß weil ich pünktlich an der Uni sein wollte.
Ich bin selber oft und ausdauernd angebrüllt, eingesperrt und verdrescht worden. Ich dachte, allein das Bewusstsein, wie schlimm solche Erniedrigungen sind würde ausreichen irgendwann irgendwie meinen Kindern zu schaden.
Ich bin irgendwie kurz davor alles hinzuschmeißen, wiel ich nicht weiß wie ich es bessermachen soll. Ich liebe meine Kinder über alles. All meine Energie und Geld und Liebe geht dahinein, ihnen eine schöne Kindheit zu bieten. Wir schmusen oft, reden, lachen und lesen viel, machen viele Experimente, spielen, bauen, sie dürfen sich völlig im Garten einsauen und ich schimpfe nochnicht mal wenn etwas kaputt geht, weil ich das als Begleiterscheinung von Kindheit betrachte.
Ich bemühe mich den Kindern gesundes Essen mit viel Obst und Gemüseund Vollkorn zu bieten, wir kaufen viele Bio-Sachen und irgendwie erscheint mir das alles wertlos, wenn es dann doch dazu gekommen ist, dass ich ihn jetzt gehauen habe.
Ich fühle mich völlig leer und schlecht....
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27.04.2010 14:15 |
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Ines Gärtner
Rabenexpertin

Dabei seit: 23.07.2007
Beiträge: 63
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hallo du
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es tut mir leid, irgendwie muss uns deine frage durch die lappen gegangen sein.
ich antworte mal kurz, auch wenn es dir vermutlich nicht mehr wirklich hilft.
die belastung, 2 kinder zu haben, gleichzeitig zu arbeiten oder zu studieren und da alles ohne die hilfe des mannes hinbekommen zu müssen, ist einfach sehr hoch und das hast du bisher gut geschafft. darauf kannst du stolz sein. dass vielleicht mal der punkt kommt, wo es mal nicht funktioniert, bedeutet nicht automatisch, dass du gar nichts hinbekommst und alles falsch machst. du schreibst ja selbst, dass ihr viel zeit miteinander verbringt, schmust, spielt etc. das ist toll.
zum einen wäre es evtl. eine möglichkeit, deine eigenen erwartungen an dich und dein studium etwas herunterzuschrauben. ist es denn so, dass einmal zu spät kommen deinen ganzen abschluss gefährdet? ist es so, dass du mit ein bisschen weniger druck und mehr zeit, gar keinen abshcluss schaffst, sondern vielleicht nur etwas später? wenn es für dich okay wäre, dann überlege einfach, was du an deinem studium, der zeiteinteilung etc. ändern könntest. zum anderen würde ich an deiner stelle ganz dringend nach entlastung suchen. gibt es freunde, die deine beiden mal betreuen können? kannst du es von den großeltern vielleicht doch einfordern, die kinder mal allein zu betreuen? was würden sie sagen, wenn du ihnen schilderst, dass du auf ihre hilfe angewiesen bist und es dir gerade nicht so gut geht? könntet ihr euch einen babysitter leisten? was gibt es sonst noch für möglichkeiten, die dich entlasten könnten? in manchen großstädten gibt es sowas wie ersatz-omas oder oma-opa-service (ich komme gerade nicht auf die korrekte bezeichnung). das sind ältere leute, die mehr oder weniger ehrenamtlich die betreuung fremder kinder übernehmen.
es ist leider so, dass gerade in großen belastungen und krisensituationen die erlernten und erlebten verhaltensmuster der eigenen eltern durchbrechen, auch wenn man gerade das nicht will und sich auch daran erinnert, wie man sich als kind gefühlt hat. vielleicht solltest du noch mal darüber nachdenken, deine eigenen schlimmen kindheitserfahrungen aufzuarbeiten?!
das jetzt in aller kürze und kleider viel zu spät. sorry
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alles gute und
__________________ liebe grüße
ines
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06.06.2010 21:32 |
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