Komisches Becken? Nachdenken ueber die Geburten |
schlumpii

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Dabei seit: 22.08.2007
Beiträge: 1.661
Herkunft: Dresden Kinder: Jonas *April 2005, Bennett *März 09
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| Komisches Becken? Nachdenken ueber die Geburten |
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Hallo,
Ich muss jetzt einfach mal fragen, weil es mich doch irgendwie immer mal wieder beschaeftigt. Es geht um die Geburten beider Kinder - warum die nicht so gerutscht sind wie sie sollten und was man bei einer vielleicht naechten Geburt machen/versuchen koennte.
Geburt1 - Ich hatte schon ziemlich lange relativ regelmaessige Wehen (ueber eine Woche - Wehen alle 7 min ueber viele Stunden). Meine Hebamme hat mir dann Rhizinuscocktail empfoghlen - 2 Tage danach ging es dann wirklich los. Ach ja, ich muss vielleicht noch erwaehnen, dass ich Beta-Blocker als Augentropfen nehmen muss und ich mal vermute, dass dadurch die Wehen nicht so richtig in Gang kommen konnten. Ich hatte kraeftige Wehen und der Muttermund ging relativ leicht auf - ABER Jonas ist einfach nicht richtig tief ins Becken gerutscht - er hat sich immer wieder hin und her gedreht sodass sich Hebamme und Hebammenschuelerin schon gestritten haben ob das jetzt eine 1. oder 2. SL ist (hatten wohl beide recht). Ich musste mich dann hinlegen (hab erst gestanden und dabei ging es mir sehr gut) und alle paar WEhen von rechts nach links drehen. Ich hab dann 2 Stunden Presswehen veratmen muessen (unter voller Droehnung von Schmerzmitteln und Sauerstoff und Wehenhemmern und keine Ahnung was noch und dann Wehentropf - ich war komplett abgeschossen und kann mich daran nicht mehr erinnern, hab aber auf Anweisungen reagiert). Nur Jonas ist einfach nicht weiter runter gerutscht und keiner wusste wieso. Naja, irgendwann wurden dann Jonas Werte (Kopfsonde) so schlecht, dass es hiess 'Notkaiserschnitt in 10 min'. Das OP-Team stand schon im Raum und da wurde nochmal untersucht - genau in dem Moment ist Jonas doch noch so weit gerutscht dass er mit Saugglocke geholt werden konnte - das ging dann einfach schneller. Jonas hatte die Nabelschnur um den Hals und alle haben gedacht, dass er deswegen nicht weiter runter gerutscht ist.
Geburt2 - ich hatte schon ein paar Tage vor der Geburt das Gefuehl, dass Bennett mit seinem Kopf festhaengt - und zwar in der Ecke zwischen Schambein und grossem Becken. Wieder auf Anraten der Hebi hab ich nen Rhizinuscocktail getrunken, in der Nacht drauf ist die Fruchtblase geplatzt und dann fingen die Wehen an. Der Muttermund ging auch ziemlich schnell auf aber dann wieder - nix ging mehr. Wieder hinlegen und hin und herdrehen - 2 Stunden heftigste Wehen und dazu die Schmerzen am Schambein und das Gefuehl dass das so rein garnix bringt. Ich hab mir dann nen KS gewuenscht
(Kommentar der Doc 'Wir machen hier keinen WuschKS'. Aber es wurde nochmal untersucht und wirklich - die 2 Stunden hatten so absolut gar nix vorangebracht. Die Hebamme hat mir dann aber geglaubt, dass der Kleine festhaengt und hat den manuell aus seiner Ecke rausbuchsiert. Danach waren die Wehen sofort besser zu ertragen und es ging wieder vorwaerts. wenn auch extrem langsam. 4 Stunden nachdem Bennett aus der Ecke befreit war hatte ich die ersten Presswehen und Bennett war schon fast da. Aber dann wurden auch bei ihm die Werte schlechter und es wurde ein kleines bisschen mit der Saugglocke nachgeholfen weil es dann fuer alle besser war dass die Geburt beendet wird. (das war echt nur ein winzig kleines Teil war aussah wie eine Luftballonpumpe mit nem Deckel dran).
Zusammen - beide Kinder sind nicht von alleine 'richtig' durchs Becken gerutscht/gedreht wieauchimmer. Beide Geburten waren sehr anstrengend und ich hab vermutlich durch die Augentropfen ein bisschen eine Wehenschwaeche (was aber nur ein kleines Problem ist). Beide Kinder hatten einen relativ grossen Kopf (Jonas mit 36 und Bennett mit 38).
Ich hab meinen Gyn schonmal gefragt ob mein Becken irgendwie komisch sein koennte weil beide Geburten so eigenartig waren. Er meinte, dass offensichtlich genug Platz ist und wenn man nach der genauen Form schauen wollte, dann muesste man ein CT MRT machen lassen. Und das waere Quatsch, weil ja beide Kinder 'normal' geboren sind und das Ergebnis dann keine Relevanz fuer eine weitere Geburt haette (also geplanter KS waere deswegen Unsinn - hat ja schon 2x geklappt).
So, ich mach mir aber trotzdem Gedanken. Besonders, weil irgendwann in ein paar Jahren noch ein Kind geplant ist. Was kann man denn vor und waehrend der Geburt machen um dem Baby zu helfen den richtigen 'Weg' zu finden? Ist die Schaukellagerung wirklich das beste was man machen kann (Aufrecht hatten wir bei Geburt 2 nochmal kurz versucht, aber ich glaube die Herztoene wurden dann schlechter und ich musste wieder liegen - und es war fuer mich unangenehmer)?
Sorry, ist ganz schoen lang geworden. Ich freu mich ueber Meinungen und Ideen
Viele Gruesse
__________________ Schlumpii mit Mann und 2 kleinen Männern
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von schlumpii: 28.06.2010 07:39.
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28.06.2010 07:38 |
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Kalliope

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Dabei seit: 03.08.2007
Beiträge: 4.737
Herkunft: Unterfranken Kinder: zwei Söhne
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Nur kurz, weil wir gleich los müssen:
Bei mir ist es im Grunde ähnlich, beide Kinder haben sich nicht von alleine eingedreht. Nummer 2 lag allerdings so tief, dass ich die manuelle Unterstützung der Hebamme unter der Geburt (da waren es schon Presswehen) nicht mitbekam. Nr1 kam auch mit Hilfe der Saugglocke, beide hatten große Köpfe (36cm beim ersten, 37 oder 38 beim 2., allerdings wegen der Sturzgeburt zwischendrin, bei der U2 hatte er dann 36cm).
Meine Hebamme meinte, dass ich vor einer weiteren Schwangerschaft unbedingt zu einem Osteopathen sollte. Sie vermutet, dass mein Becken tatsächlich irgendwie ungewöhnlich geformt ist.
__________________ LG, Kalliope mit natural born thrill seeker 02/07 und Knötterchen 5/10
klein + steno heißt ich stille
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28.06.2010 07:59 |
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Frauke Lippens

Rabenexpertin

Dabei seit: 21.07.2007
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| RE: Komisches Becken? Nachdenken ueber die Geburten |
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Hallo,
erstmal alle Achtung, was und dass du das so durchgemacht/mitgemacht hast und dir beim dritten wieder eine vaginale Geburt wünscht! So sind heute nicht alle Frauen drauf.
Deine Kinder haben wirklich große Kopfumfänge!
Die Wechsellagerung, die du zweimal gemacht hast, ist nicht das Optimum bei Einstellungsproblemen.
Da gibt es etliche andere Tricks, die Hebammen anwenden können.
Vielleicht fragst du deine Hebamme vor Ort mal, ob sie das Buch "schwere Geburten leicht gemacht" von der Kollegin Simkin kennt - dann kann sie die einiges zeigen.
LG
Frauke
__________________ Frauke Lippens
www.hebammenpraxis-jarrestrasse.de
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28.06.2010 09:06 |
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Kalliope

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Dabei seit: 03.08.2007
Beiträge: 4.737
Herkunft: Unterfranken Kinder: zwei Söhne
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sorry, dass ich wieder gesenft habe (da scheine ich wirklich Experte zu sein *seufz*), bin über "Neue Beiträge" rein und habe nicht auf das Unterforum, in dem geposted wurde, geachtet. Ich versuche, in Zukunft besser drauf zu achten, wo gepostet wurde.
__________________ LG, Kalliope mit natural born thrill seeker 02/07 und Knötterchen 5/10
klein + steno heißt ich stille
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28.06.2010 09:28 |
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Frauke Lippens

Rabenexpertin

Dabei seit: 21.07.2007
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Herkunft: Hamburg Kinder: keine eigenen
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... macht doch nix...
Frauke
__________________ Frauke Lippens
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28.06.2010 13:50 |
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schlumpii

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Dabei seit: 22.08.2007
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Herkunft: Dresden Kinder: Jonas *April 2005, Bennett *März 09
Themenstarter
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Danke euch beiden.
@ Kalliope Es tut auch gut zu hoeren, dass man da nicht alleine ist mit so einem Problem. Und mal zum Ostheopathen kann sicher nicht schaden.
@ Frauke - Danke - dann werd ich beim naechsten Mal mich innerlich drauf vorbereiten und mich vorher informieren was denn da gut ist. Welche Positionen waeren denn bsw. besser gewesen?
Ach ja, die Alternative zur natuerlichen Geburt waere - man schneidet mir den Bauch auf
- das ist fuer mich persoenlich eine absolute Horrorvorstellung ... und lokale Beteubungsmittel wirken bei mir kaum - ich hab totale Panik, dass eine PDA oder so dann einfach nicht richtig wirkt
*grusel und an den gezogenen Weisheitszahn denk*. Ich hab in der ersten Schwangerschaft einiges an Stress gehabt eh ich von einem Augenarzt das OK zur normalen Entbindung bekommen habe ... vermutlich ist das auch mein Sturkopf der dann allen Zweiflern zeigen will, dass es eben doch geht (Widder halt
)
Viele Gruesse
__________________ Schlumpii mit Mann und 2 kleinen Männern
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28.06.2010 14:14 |
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dipl.sonnenschein

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Dabei seit: 04.10.2009
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Herkunft: Bayern Kinder: ein wunderbarer Sohn
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Mir hat der Ostheopath geholfen. Hatte mit 18 Jahren einen Steißbeinbruch der den Geburtsweg negativ beeinflusst hat.
Liebe Grüße
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26.07.2010 14:58 |
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